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TVR-Senioren schaffen Überraschung


Mit einem kaum erwarteten zweiten Platz kehrten die mÜ47-Senioren des TVR vom WM-Quali-Turnier in Ofterdingen zurück. Durch diesen zweiten Rang schafften die Oldies um Spielertrainer Josef Geiger überraschend doch noch den Sprung zur württembergischen Meisterschaft.

Unerwartet ausgeschlafen  präsentierten sich die Domstädter gleich in der ersten Partie gegen Favorit und Vorjahresvize PSV Reutlingen. Verlor man in der Vorrunde noch klar mit 0:2, ergab sich diesmal ein komplett anders Bild. Der TVR zeigte sich in allen Belangen überlegen und überrollte die verdutzten Reutlinger glatt mit 25:15 (über 14:10 und 21:12). Jedoch berappelte sich der Gegner in Durchgang zwei und es entwickelte sich ein gutes Spiel, wobei Reutlingen nun vermehrt über seinen Regionalligaspieler Gunther Wolf punktete, der reihenweise über den TVR-Block schlug. Nach 0:4 und 11:11 geriet Rottenburg in einen 15:19 Rückstand, der jedoch mit viel Kampf und Einsatz bei 22:22 wieder egalisiert werden konnte – der Sieg schien greifbar nahe. Bei 23:23 „schenkte“ eine eklatante Fehlentscheidung des Schiedsrichters dem PSV den ersten Satzball, den sie auch nutzen konnten. Somit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Hier erwischte der TVR erneut einen Traumstart und zog früh über 6:2 auf 13:4 davon. Der Rest war reine Formsache. Sicher brachten die Domstädter ein 15:8 ins Ziel.
Im zweiten Siel gegen extrem schwache Nellmersbacher galt es, Konzentration und Genauigkeit hochzuhalten, was den Rottenburgern hervorragen gelang. Ungefährdet siegte man mit 25:12 und 25:9.
Damit war die WM-Qualifikation zum greifen nahe. Gewissheit hatte man, nachdem anschließend Gastgeber Ofterdingen den PSV glatt mit 2:0 bezwang – der Startplatz bei der WM war perfekt.
Im abschießenden bedeutungslosen „Endspiel“ gegen Ofterdingen starteten die Domstädter verheerend. Ohne Einsatz und Willen gab man Durchgang eins mit 10:25 ab. So wollten die Rottenburger sich aber nicht aus dem Turnier verabschieden und legten eine gehörige Schippe drauf. Sie belohnten sich für gesteigerten Einsatz mit einem 25:22 und erzwangen gegen den Titelverteidiger den Entscheidungssatz. Hier merkte man allerdings, dass die Gastgeber konditionell wesentlich besser drauf waren – schließlich spielen die meisten von ihnen noch im Zweiwochenrhytmus bei den Aktiven. Das 5:15 war dann die logische Konsequenz.
„Das war ein Klasse-Turnier von uns“, resumierte Spielertrainer Jo Geiger. „Vor allem das 2:1 gegen Reutlingen war ein absolutes Highlight. Da haben wirklich ausnahmslos alle am oder überm Limit gespielt“.
Für die WM am 16.2.in Backnang heißt nun die Devise: mindestens ein Spiel gewinnen und nicht Letzter werden.

Es spielten: Geiger, Glocker, M.Haas, Novak, Hämmerle, Trenkler, Ehmann, Hirsch.