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Ü47: Senioren gut, aber nicht gut genug

Zu ihrem Ü47-Vorrundenturnier reisten die TVR-Oldies am Sonntag nach Eislingen/Fils. Dort galt es in den Matches gegen Gastgeber Eislingen sowie Backnang und Ofterdingen mindestens den zweiten Platz und damit das Direktticket zur württembergischen Meisterschaft zu erringen - ein kühnes Unterfangen.

Den Auftakt verschlafen
Die ersatzgeschwächte TVR-Truppe (4 von 11 Spielern waren nicht dabei) verschlief dabei den Eröffnungssatz gegen die TSG Backnang komplett und fand keinerlei Zugriff aufs Spiel. Sang- und klanglos gab sie diesen ab, um aber danach deutlich verbessert zurückzukommen und dem Favoriten sein bestes Volleyball abzuverlangen. Zwar ging auch dieser Durchgang klar an Backnang, jedoch auf einem deutlich höheren Level.

Im Lokalderby gefightet
Das folgende Lokalderby gegen den alten Rivalen Ofterdingen stand dann ganz im Zeichen der Abwehrreihen. Die Domstädter hielten die Partie durch aufopferungsvolle Abwehrarbeit lange offen. Hier tat sich vor allem der wieselflinke "Frischling" Hans Lamparter hervor, der seinen ersten Seniorenspieltag absolvierte. Er vertrat den leider schon früh verletzten Rolf Hämmerle sehr überzeugend. Zwar gingen beide Sätze mit 22:25 und 21:25 verloren, die Rottenburger konnten aber dabei durchaus überzeugen. Am Ende hatten sie einfach zwei, drei leichte Fehler mehr gemacht als der Gegner - was eben den Ausschlag gab.

Die goldene Ananas gewonnen
Im der letzten Runde ging es dann gegen die gastgebenden Eislinger um die goldene Ananas - beide Teams hatten das WM-Ticket bereits klar verpasst. Der TVR erwischte den deutlich besseren Start. Erst aus der zehnten Annahme der hervorragenden Aufschläge von Christoph Haas konnte Eislingen einen erfolgreichen Angriff produzieren. Damit war dieser Durchgang schon früh entschieden, die Roten schaukelten den klaren Vorsprung locker nach Hause. Es kam was kommen musste: die Jungs um Coach Jo Geiger ließen fortan die nötige Anspannung und Konzentration vermissen und erlaubten den Gastgebern großzügig, ins Spiel zurückzufinden. Wie unnötig der nun folgende Satzverlust war, zeigt sich dann schnell im Entscheidungsdurchgang. Erneut nahmen die Domstädter das Heft des Handelns früh in die Hand und dominierten den Gegner klar. Als Teamsenior Kurt Glocker bei 13:9 per Monster-Einerblock den Satzball erzwungen hatte, war das Match entschieden und Rottenburg schob sofort einen erfolgreichen Matchball hinterher.

Tiefe der Bank vermisst
"Schade", resümierte Außenangreifer Klaus Hirsch, "Backnang war zwar zu stark für uns, gegen Ofterdingen wäre heute aber mehr möglich gewesen. Mit neuen Optionen von der Bank hätten wir sie vielleicht besiegen können." Nunmehr gilt es, sich konzentriert auf die Trostrunde am 17. Januar vorzubereiten, um dort im Viererturnier den letzten freien WM-Platz zu ergattern. Gegner sind dann erneut die Eislinger und voraussichtlich Ulm und Reutlingen - auch dies ein sehr schweres Unterfangen.

Es spielten: Jo Geiger, Kurt Glocker, Christoph Haas, Rolf Hämmerle, Herbert Ehmann, Hans Lamparter, Klaus Hirsch.