Abteilung

0 Kommentare

Herren 2: TVR gelingt fast der ganz große Wurf

In der Dritten Liga Süd ist den Volleyballern vom TV Rottenburg ein kleiner Coup gelungen. Vor heimischem Publikum konnte die junge Truppe mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen Punkt gegen den Tabellenzweiten vom SSC Karlsruhe erkämpfen. Über weite Strecken der Partie sah es sogar nach einem Sieg für die „Power Rangers“ aus, am Ende stand ein trotzdem überraschendes 2:3 (30:28, 18:25, 26:24, 16:25, 10:15).

Notaufstellung mit erfolgreichem Start
Mit einer aus der Not entstandenen neuen Aufstellung startete Rottenburg gut in das Spiel. Der Beachvolleyballspezialist Nils Gerbig ersetzte auf der Libero-Position Michael Neumeister, der sich wiederum als Zuspieler für den verletzten Knobelspieß bereithielt. Anfangs dirigierte jedoch Youngster Jonas Kuhn das Spiel der Rottenburger, und das mit großem Erfolg. Vom 9:5-Start und über einen ausgeglichenen Mittelteil, erarbeitete sich der TVR drei Satzbälle, überwiegend durch starke Angriffsaktionen über die Außen und den Diagonalspieler Marius Hauser. In der nervenaufreibenden Schlussphase hatten dann beide Teams die Chance zum Satzgewinn, ehe die Domstädter letztendlich zum 30:28 punkteten.

Rottenburger Block zu langsam für die Mittelangreifer
Allein einen Satz zu gewinnen war schon eine große Leistung für die vom Abstieg bedrohte Zweite des TVR. Die Bundesligareserve zeichnete sich jedoch durch großen Kampfgeist aus. Karlsruhe musste in Durchgang zwei also eine Schippe drauflegen, da das Team sich noch Titelchancen ausrechnet. Dies gelang dem SSC vorwiegend über die souverän agierenden Mittelblocker, die fleißig Punkte für die Gäste sammelten. Über den gesamten Satz hinkte Rottenburg indes einem Rückstand hinterher, der im 18:25-Satzverlust gipfelte.

Neumeister macht den Unterschied
Im dritten Durchgang trumpfte hingegen wieder das Team vom Neckar auf, indem der mittlerweile eingewechselte Neumeister auf seiner angestammten Zuspielposition nun die Fäden in der Hand hatte und clever seine Mittelangreifer in Szene setzte. Diese taktische Änderung verursachte Probleme beim gegnerischen Block und resultierte in einer stets knappen Führung für den TVR. Ab dem Stand von 17:17 war der Satz wieder hart umkämpft und Karlsruhe konnte sich drei Satzbälle verschaffen. Auf Rottenburger Seite konnte Neumeister mit druckvollen Aufschlägen und wichtiger Unterstützung von Abwehrchef Gerbig den Spieß allerdings noch einmal umdrehen und mit 26:24 eine 2:1-Führung nach Sätzen erspielen.

SSC Karlsruhe erzwingt den Tiebreak
Dieses Niveau zu halten war schwer für die Bundesligareserve. Wissend, dass man schon einen Punkt in der Tasche hatte, schlichen sich beim TVR immer wieder kleine Fehler ein, die eine derart professionelle Mannschaft wie Karlsruhe konsequent zu ihren Gunsten nutzen konnte. Satz Nummer vier war der deutlichste in diesem Match. Der SSC ging früh mit drei Punkten in Vorsprung und baute diesen sogar bis zum 16:25 aus und erzwang den Tie-Break.

Badener mit größerer Nervenstärke
Angefeuert von ihren zahlreichen Fans warfen die Kleefisch-Schützlinge noch einmal alles in die Waagschale, was sie zu bieten hatten, doch im fünften und entscheidenden Satz kristallisierte sich schnell heraus, dass Karlsruhe die größere Erfahrung mitbrachte und in dieser Situation Nervenstärke bewahren konnte. Über ein 4:8 zum Seitenwechsel triumphierten die Gäste aus Baden schließlich mit 10:15.

Freude über den Punkt überwiegt
„Wenn man am Sieg schnuppern kann, dann ist es natürlich bitter am Ende doch mit einer Niederlage vom Platz zu gehen. Aber heute überwiegt die Freude, dass wir ein gutes Spiel zeigen konnten und wieder einen Punkt gegen eine Top-Mannschaft geholt haben“, äußerte sich Trainer Kai Kleefisch, dessen Taktikumstellung Früchte trug, nach dem Abpfiff. Besonderes Lob hatte Zuspiel-Routinier Neumeister für seinen Libero parat: „Nils hat unglaublich gut abgewehrt. So konnte er viele knappe Situationen retten und uns eine weitere Chance zu Punkten gewährleisten.“

Für den TVR spielten: André Kette, Steffen Schemmann, Patrick Pfeffer, Paul Kaltenmark, Moritz Frölich, Peter Koch, Julien Wizemann, Florian Haas, Jonas Kuhn, Michael Neumeister, Nils Gerbig und Marius Hauser sowie Barbara Vollmer (Co-Trainerin) und Kai Kleefisch (Trainer).


Bildergalerie zu diesem Bericht




Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

21.02.2016

Herren 2wei - SSC Karlsruhe (3. Liga Süd) 2:3



Weiterführende Links