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U13-Jungs gelingt Sensation


Den U13-Jungs ist am Samstag in Friedrichshafen eine Sensation geglückt: Die beiden Rottenburger Teams wurden Württembergischer Meister und Vizemeister – genau wie im letzten Jahr. Es sah allerdings nicht immer danach aus, dass sie sich erneut so toll platzieren würden ...

Marc Schulz, Finley Mach, Kimo Elayouti, Aurel Sprenger, Phil Herm, Moses Buchberger und Aron Heberle (TVR 1) dominierten ihre Gruppe von Beginn an: Sie zogen mit einem 2:0 gegen Ulm und dem Sieg in ersten Satz gegen Mutlangen souverän mit Platz 1 ins Viertelfinale ein. Den Jüngeren gelang es fast, den zweiten Satz gegen Mutlangen zu gewinnen. Sie mussten sich jedoch knapp mit 21:25 geschlagen geben.
„Mir ist es besonders wichtig, dass vor allem die noch jungen Spieler in solchen Turnieren die Chance bekommen, Verantwortung zu übernehmen“, so Trainier Niko Schneider. „Und das haben sie wieder einmal toll gemacht!“

Im Viertelfinale hatte Friedrichshafen 2 nicht den Hauch einer Chance gegen den TVR 1: Die Jungs siegten 2:0 (25:16, 25:20) und hatten sich damit ihren Platz im Halbfinale gesichert. Dieses mussten sie gegen Friedrichshafen 1 bestreiten.

Auch die Jüngeren glänzten
Der TVR 2 mit Melwin Ruckaberle, David Dornauf, Robin Haug, Florian Kuhn, Florian Forschner und Nils Großhans hatte bereits in der Vorrunde gegen Mitfavorit Friedrichshafen 1 sowie gegen Bad Waldsee gespielt. Mit 2:0 starteten die Jungs gemächlich, aber solide gegen den Außenseiter aus Bad Waldsee ins Turnier. Gegen Friedrichshafen 1 legten sie dann deutlich zu und glänzten im ersten Satz mit einem klaren 25:15.

Damit stand auch bei Rottenburg 2 der Einzug ins Viertelfinale fest – und auch hier durften jetzt die Jüngeren aufs Feld. „Die Jungs hatten es natürlich sehr schwer, da Nils und Florian Forschner erst seit etwa einem Jahr Volleyball spielen“, berichtet Schneider. Trotzdem steigerten sie sich von Ballwechsel zu Ballwechsel so sehr, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Trainier Niko Schneider, Jonas König und Albin Hagji begeistert waren. Mit 25:14 ging der Satz dennoch an Friedrichshafen 1.
Den Viertelfinalgegner Hirschlanden besiegten die Jungs in Rekordzeit mit 25:16 und 25:13, und so stand der TSV Schmiden als Halbfinalgegner des TVR 2 fest.

Spannende Halbfinale
Marc und sein Team (TVR 1) glänzten – wie auch im gesamten bisherigen Turnier – im ersten Satz des Halbfinales gegen Friedrichshafen 1. Mit 25:14 ging dieser überraschend deutlich an die Domstädter.

Melwin und sein Team (TVR 2) hatten gegen Schmiden jedoch einige Probleme. Denn die Schmidener spielten nahezu fehlerlos auf und gingen schnell in Führung. Diesen Rückstand konnten Melwin, Florian Kuhn und David nie so recht aufholen; sie verloren den ersten Satz knapp mit 23:25.

In Satz 2 bekam Robin Haug seine Chance und dankte es dem Trainer mit einer grandiosen Leistung. „Robin ist in dem Spiel echt über sich hinaus gewachsen!“, freute sich Schneider. Dank der Stabilität, die Robin in das Spiel brachte, konnten Melwin und besonders David ihre Angriffe immer zielgenauer und härter im gegnerischen Feld unterbringen.

Traum vom Finale stand auf der Kippe
Trotzdem waren die Jungs mitten im Satz wieder einige Punkte in Rückstand – und auch beim Team des TVR 1, das parallel spielte, sah es nicht gut aus. Der deutliche erste Satz hatte dazu geführt, dass die Jungs dort einen Gang zurückgeschaltet hatten, und so etwas rächt sich im Sport oft. Sie kamen zwar noch auf 20:23 heran, mussten den zweiten Satz aber trotzdem mit 23:25 an Friedrichshafen 1 abgeben.

„Das war der Moment, wo das Ganze zu Ungunsten des TVR zu kippen drohte“, sagte Schneider, der selber den TVR 2 coachte. „Ein 0:2 gegen Schmiden hätte den Traum vom Finale platzen lassen. Nebenan dröhnten die Jubelgesänge von Friedrichshafen ... da ist uns allen bewusst geworden: Wenn‘s dumm läuft, gibt es ein Finale ohne den TVR.“ Allerdings war der zweite Satz des TRV 2 m it 25:17 gegen Schmiden dann doch eine klare Sache. Und auch der Tiebreak musste jetzt einfach klappen!

Jonas König und Albin Hagji war es wiederum gelungen, Marc, Finley und Kimo gegen Friedrichshafen 1 „nochmals top zu motivieren“, so Schneider. Die Jungs erarbeiteten sich schnell einen deutlichen Vorsprung: Mit 15:7 stand der TVR 1 schließlich als erster Finalist fest.

Florian Kuhn ebnet Einzug ins Finale
Die ganze „Horde“ des TVR 1 zog nach Spielende sofort um und unterstützte nun lautstark Rottenburg 2. Hier mussten die Jungs gegen Schmiden allerdings wieder einen Rückstand aufholen. Mit 10:12 sah es im Tiebreak gar nicht gut aus. Doch sie kamen wieder ran und wehrten gleich zwei Matchbälle ab. Als Melwin zum Aufschlag ging, konnten sie sich erstmals einen eigenen Matchball erarbeiten. Beim Stand von 18:17 wechselte Schneider Florian Kuhn ein. Mit „einem sensationellen Aufschlag und einer grandiosen Abwehraktion“, so Schneider, sicherte er den nächsten Punkt und ebnete damit den Einzug ins Finale. Melwin spielte erneut einen zielgenauen Pass auf David – und der schmetterte den TVR 2 zum Sieg.
 
Das Finale – ein Rottenburger Heimspiel
Beide Teams des TVR standen damit im Finale, und „das völlig zurecht“, wie Niko Schneider betonte. „Mit einer solchen Breite im Kader und tollen Jungs, die begeistert beim Volleyballsport sind, freut sich der gesamte Verein über die viel versprechende Zukunft.“
Wer das Finale gewinnen würde, war für das Trainerteam nebensächlich. Doch die Jungs kämpften – wie auch im Training – erbittert gegeneinander. „Nachdem Marc, Finley und Kimo den Sieg aber eingetütet hatten, lagen sich alle Jungs freudig in den Armen und feierten den riesigen Erfolg am Bodensee“, freute sich Schneider.
 
Es spielten:
Melwin Ruckaberle, David Dornauf, Robin Haug, Florian Forschner, Florian Kuhn, Nils Großhans, Marc Schulz, Finley Mach, Kimo Elayouti, Aurel Sprenger, Phil Herm, Moses Buchberger und Aron Heberle